Das Wichtigste in Kürze:
Die Pelletpreise für lose Ware liegen bei rund 441 € pro Tonne und werden durch hohe Rohstoffkosten (geringe Holzeinschnitte, teure Rundholzpreise) weiter nach oben getrieben. Für die kommenden Wochen wird erwartet, dass die Preise stabil bleiben bzw. leicht steigen, während bei Sackware das Risiko weiterer Preissteigerungen aufgrund knapper europäischer Versorgung höher ist.
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Das Wichtigste in Kürze:
Die Pelletpreise für lose Ware liegen bei rund 441 € pro Tonne und werden durch hohe Rohstoffkosten (geringe Holzeinschnitte, teure Rundholzpreise) weiter nach oben getrieben. Für die kommenden Wochen wird erwartet, dass die Preise stabil bleiben bzw. leicht steigen, während bei Sackware das Risiko weiterer Preissteigerungen aufgrund knapper europäischer Versorgung höher ist.
Die Pelletpreise haben ihren Aufwärtstrend in den vergangenen Wochen fortgesetzt. Dabei kommt der Preisdruck aktuell vor allem von der Rohstoffseite. Der Holzeinschnitt in den Sägewerken bewegt sich weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau, wodurch entsprechend weniger Sägespäne und andere Resthölzer für die Pelletproduktion zur Verfügung stehen.
Gleichzeitig bewegen sich die Rundholz-Notierungen auf einem hohen Niveau. In der Folge sind auch die Preise für Sägespäne und andere für die Pelletproduktion benötigte Holzrohstoffe deutlich gestiegen. Für die Pelletproduzenten haben sich die Einkaufskosten damit spürbar erhöht, was sich zunehmend auch in den Endverbraucherpreisen bemerkbar macht.
Aktuell kostet eine Tonne lose Holzpellets bei einer Abnahmemenge von sechs Tonnen im bundesdeutschen Durchschnitt rund 441 Euro. Vor einem Monat waren es noch etwa 427 Euro. In Österreich liegt der aktuelle Durchschnittspreis bei rund 430 Euro pro Tonne nach etwa 414 Euro vor einem Monat.
Bei loser Ware zeigt sich die Liefer- und Preissituation trotz der höheren Rohstoffkosten derzeit insgesamt noch relativ entspannt und es zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Größere Versorgungsprobleme sind aktuell nicht zu beobachten und auch die Lieferzeiten bewegen sich vielerorts wieder auf einem für die Jahreszeit normalen, aber doch leicht erhöhten Niveau.
Anders sieht es dagegen bei Sackware aus. Hier ist die Versorgungslage derzeit deutlich angespannter. Europaweit steht vergleichsweise wenig Ware zur Verfügung, was sich inzwischen auch deutlich in den Preisen bemerkbar macht. In Deutschland kostet eine Tonne Sackware aktuell im Durchschnitt rund 544 Euro, in Österreich etwa 516 Euro. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Anstieg von rund sechs Prozent in Deutschland und sogar gut 18 Prozent in Österreich.
Mit ein Grund für die angespannte Mengensituation dürfte der massive Anstieg der Heizölpreise sein. Viele Ölheizer haben mit seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine einen Pelletofen und wollen im kommenden Winter sicherlich mehr zuheizen als in den letzten Jahren.
Für die kommenden Wochen sehen wir deshalb weiterhin wenig Spielraum für deutlich sinkende Pelletpreise. Vor allem die hohen Rohstoffkosten dürften den Markt weiter stützen. Bei loser Ware rechnen wir zunächst mit einer vergleichsweise stabilen bis leicht steigenden Preisentwicklung. Bei Sackware bleibt das Risiko weiterer Preissteigerungen aufgrund der knappen europäischen Versorgung deutlich höher.
Trotz des inzwischen wieder höheren Preisniveaus bleiben Holzpellets im Vergleich zu fossilen Energieträgern weiterhin deutlich günstiger. Pelletheizer profitieren damit nach wie vor von einem spürbaren Kostenvorteil gegenüber Heizöl und Erdgas.
Tipp:
Wer lose Pellets benötigt, findet derzeit noch eine relativ entspannte Liefer- und Wettbewerbssituation vor. Bei Sackware empfiehlt es sich dagegen, den eigenen Vorrat frühzeitig zu prüfen und bei Bedarf nicht zu lange mit der Bestellung zu warten, da die aktuell knappe Versorgung zu weiteren Preissteigerungen führen könnte.
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