Pellets-Marktbericht vom 27.04.2026
Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 27.04.2026, 09:05 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Pelletpreise sind zuletzt leicht gesunken, liegen aber weiterhin auf hohem Niveau, da die angespannte geopolitische Lage und hohe Rohstoff- sowie Energiekosten die Preise stützen. In nächster Zeit wird daher kein deutlicher Preisrückgang erwartet, und bei anhaltenden Konflikten im Nahen Osten könnten die Preise sogar steigen.

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Holzpellets-Markt: Pelletspreise geben nach – aber ungewöhnliche Entwicklung zeichnet sich ab

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 27.04.2026, 09:05 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Pelletpreise sind zuletzt leicht gesunken, liegen aber weiterhin auf hohem Niveau, da die angespannte geopolitische Lage und hohe Rohstoff- sowie Energiekosten die Preise stützen. In nächster Zeit wird daher kein deutlicher Preisrückgang erwartet, und bei anhaltenden Konflikten im Nahen Osten könnten die Preise sogar steigen.

Holzspäne in einem Hafen

Die Pelletpreise haben sich in den vergangenen Wochen erfreulicherweise weiter verbilligt. Nach den deutlichen Anstiegen im Verlauf der Heizperiode zeigt sich aktuell eine weitere leichte Entspannung am Markt.

Seit dem Preishoch im Februar bei durchschnittlich rund 409 Euro pro Tonne sind die Pelletspreise in Deutschland zuletzt spürbar zurückgegangen. 
Aktuell liegt der Durchschnittspreise bei  378 Euro pro Tonne, also rund 30 Euro niedriger. 
Auch in Österreich gab es einen ähnlichen Verlauf. Hier liegt der Bundesschnitt bei loser Ware derzeit bei 387 Euro pro Tonne.

Damit bestätigt sich die erwartete saisonale Entwicklung. Allerdings fallen die Abschläge bislang vergleichsweise moderat aus und ein weiterer deutlicher Preisrückgang ist aktuell nicht zu erkennen
Gleichzeitig zeichnet sich eine Entwicklung ab, die in diesem Jahr vom üblichen saisonalen Verlauf abweichen könnte. 
Hintergrund ist die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten, die zu Verunsicherung an den Energiemärkten führt.

Bereits jetzt ist eine spürbar anziehende Nachfrage zu beobachten. Viele Verbraucher sichern sich frühzeitig Bestände und bestellen für den kommenden Winter mitunter mehr als üblich. Ein ähnliches Verhalten war bereits während der Energiekrise im Zuge des Ukraine-Kriegs zu beobachten.
Vor diesem Hintergrund ist in diesem Jahr eher nicht mit den üblichen Einlagerungsaktionen und deutlichen Sommerabschlägen zu rechnen.
Stattdessen sprechen mehrere Faktoren dafür, dass sich das Preisniveau schneller stabilisiert. Neben der steigenden Nachfrage aufgrund der globalen Energiekrise bleibt die Versorgung mit Rohstoffen aufgrund hoher Holzpreise ein Kostentreiber und auch die allgemein gestiegenen Energiekosten wirken sich auf Produktion, aber auch im Bereich Handel aus. 
Aufgrund der beschriebenen Faktoren haben einige österreichische Produzenten bereits für Juni/Juli eine ungewöhnlich frühe Preisanhebung angekündigt.

Trotz der aktuellen Marktentwicklung bleibt die Versorgungslage aber stabil. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich liegt die Produktion dauerhaft über dem Verbrauch.
In Deutschland werden inzwischen über 4 Mio. Tonnen Pellets jährlich produziert, während der Verbrauch mit 3,6 Millionen Tonnen deutlich darunter liegt.
Auch in Österreich zeigt sich ein ähnliches Bild mit gut 2 Mio. Tonnen Produktion bei deutlich geringerem Inlandsbedarf von knapp 1,5 Mio. Tonnen.
Damit ist die Versorgung in beiden Märkten gut abgesichert, selbst bei weiter steigender Nachfrage.

Ausblick:
Auch wenn sich die Preise zuletzt etwas verbilligt haben, sprechen die aktuellen Rahmenbedingungen eher gegen  weiter deutlich fallende Notierungen.

Unser Tipp: 
Wer einen niedrigen Lagerbestand hat oder bereits für den kommenden Winter vorsorgen möchte, sollte nicht zu lange mit der Bestellung warten. Größere zusätzliche Preisrückgänge sind derzeit eher nicht zu erwarten.

Sollte der Krieg im Nahen Osten zudem nicht bald enden, wird Energie zu einem knappen Gut, was sich bald auch auf die Pelletspreise auswirken könnte.

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Marktdaten:

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