Holzpellets-Markt: Pelletspreise könnten aufgrund Energieknappheit bald nach oben drehen!

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 30.03.2026, 09:56 Uhr
Holzpellets mit einem Taschenrechner

Die Pelletpreise haben sich in den vergangenen vier Wochen erfreulicherweise etwas verbilligt. Nach dem relativ hohen Niveau der Heizperiode zeigt sich aktuell eine spürbare Entspannung, sodass Verbraucher derzeit wieder von moderateren Preisen profitieren können.

Aktuell liegen die Notierungen für lose Ware im Silowagen in Deutschland im Schnitt bei 387 Euro pro Tonne, in Österreich muss im Durchschnitt mit 397 Euro gerechnet werden. 
Die Preise für Sackware bewegen sich derzeit bei rund 420 Euro pro Tonne, in Österreich eher bei 440 Euro.


Durchschnittliche Entwicklung der Holzpelletspreise in Deutschland bei Online-Bestellung und einer Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus, inkl. MwSt.

Die Preisrückgänge fallen bislang jedoch eher verhalten aus und ein weiterer deutlicher Preisverfall ist aktuell eher nicht zu erwarten.

Denn mit dem Krieg im Nahen Osten zeichnet sich leider eine neue Entwicklung ab, die in diesem Jahr vom üblichen saisonalen Verlauf abweichen könnte. 
Die Unsicherheit an den Energiemärkten und die förmlich explodierten Heizölpreise und Gas-Notierungen führen bereits jetzt zu einer spürbar steigenden Nachfrage nach Pellets. Die Zahl der Preisberechnungen ist sogar auf ein neues Rekordhoch gestiegen!

Viele Verbraucher reagieren frühzeitig und sichern sich ihren Vorrat zur Absicherung oder auch schon mit Blick auf den kommenden Winter. Dabei wird eher eine Tonne oder eine Palette mehr bestellt als üblich. 
Ein ähnliches Verhalten war bereits während der Energiekrise im Zuge des Ukraine-Kriegs zu beobachten.

Vor diesem Hintergrund ist leider nicht davon auszugehen, dass der Handel in diesem Jahr die üblichen Einlagerungsaktionen mit deutlichen Preisnachlässen anbieten kann, zumal die Lage auf der Rohstoffseite immer noch angespannt ist und die Preise für Holz und Sägespäne hoch bleiben. 
Stattdessen könnte die derzeit zu beobachtende anziehende Nachfrage dazu führen, dass sich das Preisniveau schneller stabilisiert als dies allgemein erwartet wird oder die Pelletspreise sogar bald wieder anziehen werden.

Ausblick:
Auch wenn sich die Preise zuletzt positiv entwickelt haben, sprechen die aktuellen Rahmenbedingungen leider eher gegen weiter deutlich fallende Notierungen. Erste Stabilisierungstendenzen sind bereits erkennbar und bei Produzenten und Handel hält man sich bisher sehr bedeckt, was Einlagerungsaktionen und Preisnachlässe anbetrifft.

Empfehlung: 
Wer einen niedrigen Lagerbestand hat oder für den kommenden Winter vorsorgen möchte, sollte mit der Bestellung nicht zu lange warten. Weitere größere Preisrückgänge sind aus jetziger Sicht eher nicht zu erwarten.

Sollte der Krieg im Nahen Osten zudem nicht bald enden, wird Energie zu einem knappen Gut, was sich sehr schnell auch auf die Pelletspreise auswirken könnte.


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