Pelletspreise von hoher Nachfrage getrieben

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 26.01.2026, 11:19 Uhr
Brennende Holzpellets auf einem Baumstumpf

Die Pelletpreise sind in den letzten Wochen leider weiter gestiegen und bewegen sich derzeit weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau

Aktuell liegt der Durchschnittspreis für lose Holzpellets bei knapp 395 € pro Tonne, was gegenüber dem Vormonat einen deutlichen Zuwachs von 5 bis 6 Prozent bedeutet und gegenüber dem Vorjahr sogar um über 20 Prozent höher ist, was auch aus nachfolgendem Chart zu erkennen ist. 
Die hohen Preise aus dem Jahr 2023 resultieren noch aus den Verwerfungen im Zuge des Kriegsausbruchs in der Ukraine.


Durchschnittliche Entwicklung der Holzpelletspreise bei Online-Bestellung und einer Abnahmemenge von 6 Tonnen, frei Haus, inkl. MwSt.


Eine nahezu identische Entwicklung ist vom Pellets-Markt in Österreich zu berichten.
Bei Sackware haben sich die Notierungen zuletzt stabilisiert und hier ist die Liefersituation weitaus besser als bei Zustellungen im Silowagen.

Der stärkste preistreibende Faktor ist dabei die sehr hohe Nachfrage im Januar, die durch die anhaltend kalte Witterung ausgelöst wurde und die Versorgungslage spürbar belastet hat. Entsprechend sind auch die Lieferzeiten angestiegen und aufpreispflichtige Eillieferungen sind leider nicht mehr in allen Regionen uneingeschränkt verfügbar.

Ein weiterer Grund für das in diesem Winter deutlich höhere Preisniveau sind die gestiegenen Holzpreise. Rundholz ist knapp und entsprechend müssen Sägewerke im Vergleich zu den Vorjahren deutlich Aufschläge bezahlen.

Zudem erschweren die anhaltend kalten Temperaturen die Arbeit bzw. Produktivität in den Sägewerken, da stark gefrorene Holzstämme nur eingeschränkt oder mit höherem Aufwand verarbeitet werden können. Gleichzeitig ist durch die Kälte die Nachfrage nach Altholz und Hackschnitzeln deutlich gestiegen, da diese verstärkt für die direkte Wärme- bzw. Energieerzeugung genutzt werden. 
Beides reduziert die für die Pelletproduktion verfügbaren Mengen und trägt dazu bei, dass sich die Versorgungslage nicht entspannt und die Preise auf einem erhöhten Niveau bleiben.

Prognose für die nächsten Wochen: 
Eine Wende zu sinkenden Preisen ist weiterhin nicht in Sicht – bestenfalls ist mit stabilen, wahrscheinlicher mit weiter steigenden Preisen zu rechnen, solange die kalte Witterung anhält und die Nachfrage auf hohem Niveau bleibt. Erst ab April/Mai kann mit einer Entspannung der Lage und mit wieder fallenden Pelletspreisen gerechnet werden. 
Insgesamt erwarten wir einen ähnlichen Preisverlauf wie im letzten Jahr, wobei mit deutlich geringeren Saisonabschläge gerechnet werden muss.

Empfehlung: 
Unter diesen Bedingungen kann es durchaus sinnvoll sein, aktuell nur eine Teilmenge zu bestellen, die den Bedarf bis zum Ende der Heizperiode deckt. 
Im Sommer, bei erfahrungsgemäß wieder günstigeren Konditionen, sollte dann nachbestellt bzw. das Lager oder der Bunker komplett gefüllt werden.

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